09.03.2026

Lok’s Nachwuchs mit vier Punktspielen und vier Testspielen

 

Das erste März-WE mit Pflichtaufgaben für die Ü45 und 1.Männer

 

Lok’s Nachwuchs mit vier Punktspielen und vier Testspielen

 

Beim abendlichen Training in der letzten Woche, als der Vollmond mit voller Pracht am Himmel leuchtete, hätte man fast das Flutlicht auslassen können. Doch dann wirklich gebraucht, als die D3-Junioren zu ihrem Punktspiel gegen SG Salomonsborn 04 D2 am letzten Freitag (6.2.) aufliefen.

Nach sieben erfolglosen Punktspielen traute man kaum, was man da zu sehen bekam. Es schien eine völlig andere Mannschaft zu sein, die mit viel Laufbereitschaft und auch erzwungenen gewonnenen Zweikämpfen bereit war alles für dieses Spiel zu geben. So waren die beiden Tore in Halbzeit eins von Henry Meinecke (8., 30.) mehr als verdient, die dann gleich Felix Koppo mit einem weiteren Doppelschlag ausbaute (34., 37.). Auch wenn Salomonsborn zum Anschlusstreffer kam (40.), Lok blieb weiter im Angriffsmodus. Roman Gneist nach Zuspiel von Henry Meinecke zum 5:1 (44.), traf der Gast nochmal (55.). Der überragende Henry Meinecke setzte den Schlusspunkt zum 6:2 (57.). Anzumerken die sehr gute Schirileistung von Jennifer Marie Richter.

 

Anschließend waren die Ü45-er des ESV und SV Fortuna Ermstedt im Flutlichtschein. In einer nicht gerade beschaulich ansehenden 1. Halbzeit, als Stephan Ruch (5.) und Tony Gretsch (21.) trotzdem trafen, ließ sich das Spiel in den zweiten 30 Minuten besser ansehen. Dabei war Eduard Gräfenhan zweimal Passgeber, zunächst auf Swen Obstfelder, dann auf Tony Gretsch, bevor er selber zum 5:0 traf. Als Ermstedt zum Ehrentreffer kam, traf Stephan Ruch im Doppelpass mit Swen Schaller zum 6:1-Endstand.

 

Mit dem nötigen Equipment am Freitag-Abend vom Verein für die zukünftige „Karriere“ als Schiedsrichter ausgestattet (wie auch für die anderen zwei neuen Adrian Wenzel und Henri Thater), durfte Colin Treff sein erstes Spiel am Samstag (7.3.) leiten. Mit etwas erhöhtem Puls, aber auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein hatte er keine große Mühe mit dem Spiel der Kreisliga E-Jugend Gispersleben gegen Stotternheim (4:0 am Ende). Schnell umgezogen ging es nach Stotternheim, wo er dann bei seiner Lok C erst mal auf der Ersatzbank Platz nahm.

Und diese begann zunächst sehr linkslastig, was sich nach zehn Minuten änderte und folgerichtig das erste Tor fiel. Johann Petrovics sieht den freistehenden Henk Mewes. Nach zwanzig Minuten dribbelt sich Hakan Turkmani durch die Abwehr und bedient Louis Plock zum 2:0. Dass das noch keine Vorentscheidung war, musste Lok bitter erfahren, denn nach einem Foulelfmeter und einem mehr als unglücklichen Eigentor von Luca Herber stellte Stotternheim wieder das Spiel „auf null“. Doch Lok kam mit viel Energie von der Halbzeitpredigt zurück und legten gleich wieder zwei Tore vor. Louis Plock nach Zuspiel von Hakan Turkmani, der dann im Strafraum zu Fall kam und Georg Brunkel den Strafstoß verwandelte. Mit einem schnellen Spielzug über die rechte Seite und genauen Zuspiel verkürzte die TSG nochmal, bevor Henk Mewes mit einem kunstvollen Heber aus 22 Meter kurz vor Abpfiff den 5:3-Sieg perfekt machte.

 

Im Heimspiel gegen die SG FC Weißensee 03, noch die A-Junioren des ESV Lok an diesem Samstag. Auch wenn sie lange brauchten aus ihren zahlreichen Möglichkeiten Kapital zu schlagen, war das 4:1 am Ende hoch verdient. Nach einer halben Stunde im Rückstand, egalisierte Jonas Nolte noch vor der Pause das 0:1 und legte gleich danach zwei Tore hinter her. Tor vier sieben Minuten vor Abpfiff von Naveen Engler, war es auch in dieser Höhe verdient. Anzumerken der starke Auftritt der vier eingesetzten B-Junioren, die wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hatten.

 

In Testvergleichen drei Nachwuchsteams. In Daberstedt die D2, die nach einem 1:1 zur Pause am Ende gegen SG Wachsenburg Haarhausen mit 1:5 verloren. Dazu ein 0:0 der E1 bei SV Rot-Weiß Wundersleben. In einem Ereignis- und Chancenarmen Spiel, blieb je einmal das Alu nur die erwähnenswertesten Szenen, aber für den Rückrundenstart nächste Woche nochmal ein guter Test. Und am Wustrower Weg Lok’s E3 zu Gast bei Eintracht E2. Mit vier Toren hatte Johann Glüher den größten Anteil an dem souveränen 7:2-Sieg, wobei noch weitere beste Chancen liegen blieben.

 

Der Sonntag (8.3.) begann sehr früh in Blankenhain (9.00 Uhr), als sich Lok’s E2 zu einem Testspiel beim FSV Grün-Weiß E2 aufmachte. Es schien wirklich zu früh gewesen sein, denn erst als Lok mit 0:7 im Rückstand war, wurden sie munter. In einem Endspurt ließen sie das 4:8 am Ende noch etwas besser aussehen. Allerdings mit einem bitteren Beigeschmack, als die Verantwortlichen des ESV Lok das Spielformular verglichen und fest stellte, dass Blankenhain auch Spieler eingesetzt hatte, die nicht mehr dem E-Bereich zugeordnet werden konnten, bzw. gar nicht aufgeführt waren. Gut, ein Testspiel, aber wohl  nicht im Sinne der Fairness der Kinder!

 

Zur Mittagstunde in der Grubenstraße auf dem Kunstrasen die D1 zu Gast beim FC Erfurt Nord U13. In dem letzten Hinrundenspiel  war es eine ausgeglichene Partie, wo beide Mannschaften ähnliche Spielanteile hatten. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Pause. Nach dem Wechsel kam Nord zum 1:0, doch die Lok nun immer spielbestimmender verpasste mehrfach den Ausgleich. Bis zur 48. Minute als Joshua Schlöffel mit einem trockenen Abschluss ins linke untere Eck der Gastgeber den Spielstand egalisierte. Es folgte zunehmende Unruhe von Seiten der Zuschauer, in deren Folge sich ein Nord-Spieler abseits der Blicke des Schiedsrichters zu einem Stoß gegen einen Lok-Spieler hinreißen ließ. Nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, konnte Lok sich endlich über den ersten Punkt in dieser KOL-Saison freuen.

 

Abgesagt wurde kurzfristig am Freitag das Kreisklasse-Punktspiel der 2.Männer in Hochstedt gegen SC 1910 Vieselbach II wegen Unbespielbarkeit des Platzes.

 

Den Schlusspunkt am Sonntag setzten auf heimischem Gelände die 1.Männer im Spiel gegen die Sportfreunde Marbach.

Das 900. Punktspiel des ESV Lok, auch zufällig das 200. für Mark Buschmann ließ alle Statistiken in den Schatten rücken. Drei schwer verletzte im Spiel ausgewechselt, zwei Tore der Gäste identisch gleich nach Einwurf und freistehenden Torschützen zum Kopfball (13., 49.), stand Trainer Marcus Borris fassungslos nach dem Spiel abseits ohne große Worte. Mit einer großen Chance schon in Minute sechs nach Eckball von Patrick Gräf-Pleschke und Kopfball von Jannic Tirschler, wo der Ball auf der Linie geklärt werden konnte, war es noch ein guter Auftakt. Als Nils Müller im Herauslaufen stark klären konnte, später als erster angeschlagen ausgewechselt werden musste, fiel im Anschluss der erste Treffer. Ohne Zweifel, die Bemühungen waren augenscheinlich, doch nachdem Nils Seipelt mit Verdacht auf Kreuzbandriss nach ungestümen Foul und auch noch Jannic Tirschler kurz vor der Pause schwer verletzt an der Hüfte vom Platz mussten, war es dann auch eine Kopfsache. Die wurde gleich mit dem zweiten Tor noch schwieriger. Doch sie rappelten sich wieder auf, hatten durch Tim Clausnitzer, der zweimal (54., 58.) am Torwart scheiterte auch zwei gute Möglichkeiten. So auch Rachidi Junior mit einem knapp verzogenen Schuss (78.) und Lenard Regel aus spitzen Winkel (84.). Marbach verwaltete und nahm, auch mit einer gewissen Robustheit (7 gelbe Karten), die Punkte mit.

 

Text: Andreas Stuhr und Michael Steinke (D1)

Fotos: Andreas Stuhr (D3, Ü45, Colin Treff, C, E3, 1.Männer), Daniel Sprenger (D1)