07.09.2026

Viele Tore in den Spielen der Lok

Schützenfeste und knappe Ergebnisse in der ersten Septemberwoche

Mit dem Pokalspiel der D3 gegen Motor Gispersleben begann die 36. Kalenderwoche schon am letzten Montag (31.8.). Eigentlich nicht nachzuvollziehen, dass schon nach drei Minuten der Gast dreimal das Tor getroffen hatte. Jetzt richtig durchgerüttelt, auch wach zu sein, ließen sie vor der Pause nur noch ein Gegentor zu. Nach einem Handstrafstoß, den Loks Torwart  noch an den Pfosten lenkte, aber im Nachschuss machtlos war. Apropos Loks Torwart Lean-Joel Eschrich, der mit einigen Prachtparaden noch viel schlimmeres verhinderte. Nach einer sehr lautstarken Ansprache zur Pause, schien dies auch gefruchtet zu haben. Mit mehr Mut und selber den Angriff suchend, war es Karl Mosbach, der den Ball energisch mitnahm und im Tor unterbrachte. Doch sie wollten dann zu viel. Gerieten immer wieder in Konter und Gispersleben nutzte die Lücken noch zu einem 9:1-Erfolg.

Mit dem 2. Kinderfestival der F-Junioren war viel Trubel auf dem Platz in Daberstedt am Freitag (4.9.). Dazu das zweite Punktspiel in der 2.Kreisklasse der Männer von Lok III gegen SV Schmira II.

Mit einem 7:1 am Ende sollte man eigentlich zufrieden sein. Doch Lok verpasste mit zahlreichen weiteren Chancen ein weit aus höheres Ergebnis. Begonnen mit einem direkten Freistoß von Martin Hoffmann (6.), unterbrochen mit einem Schuss aus der zweiten Reihe (8.) durch gefühlte zwanzig Beine, glich Schmira sogar aus. Doch die Welle des Angriffs der Lok blieb. Daraus resultierend das zweite Lok-Tor (12.) von Alexander Höhn nach Zuspiel von Steve Zink, dann letzterer selber erfolgreich (27.), bevor Alexander Höhn per Kopf einen Einwurf auf Marcus Borris verlängert (32.) zum 4:1-Halbzeitstand. Dann eine halbe Stunde der Missverständnisse. Immer wieder Fehlabspiele und unkonzentrierte Abschlüsse. Mit dem Einschalten des Flutlichts ging wohl auch wieder ein Licht im Lok-Spiel auf. So fielen noch drei Tore, gut herausgespielt. Zunächst Andreas Fuchs auf Naveen Engler (74.), dann Alexander Höhn auf Michael Steinke (80.) und zu guter Letzt Nico Abendroth mit langem Ball auf Marcus Borris (89.).

Auch noch das Spiel der Ü45 in Dachwig. Bei Gastgeber Fahner Höhe schlug sich die Lok sehr achtbar. Selber Chancen suchend, war aber der Gastgeber erfolgreicher und gewann am Ende mit 3:0.

In Hochstedt hatte die D3 ihr zweites Pflichtspiel der Woche. Diesmal in der Meisterschaft bei Gastgeber Blau-Weiß D2 am Samstag (5.9.). Mit einem unglaublichen Auftakt in das Spiel schaffte sich Lok die Grundlage für ihren Erfolg. Nach zehn Minuten führten sie mit 4:0, wobei hier zwei Spieler verantwortlich waren. Damon Kaufhold mit dem ersten Tor, nutzt gleich die zweite Chance nach Zuspiel von Natalie Müller. Dann schlägt er einen Eckball genau auf den Kopf von Natalie Müller, die dann noch einen Fehler der Hochstedter Abwehr nutzt. Doch sie blieben nicht weiter gefährlich und der Gastgeber vergab einige „Riesen“. Als nach der Pause Hochstedt doch zum Treffer kam, schlug Damon Kaufhold mit seinem dritten Treffer wieder zu. Doch es war noch keine Vorentscheidung, denn Hochstedt drückte und kam bis auf ein 4:5 nochmal heran. So war der Abpfiff der schönste Pfiff für die Lok.

Im heimischen Gefilde auch noch zwei Partien am Samstag.

Zunächst die E1 gegen den FC Erfurt Nord. Diese mit der besseren Spielanlage und Lok mit den besseren Chancen, endete das Spiel leistungsgerecht 1:1. Torschütze für Lok: Konstantin Rodemann nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich.

Zur Mittagstunde der gleiche Gegner, diesmal Lok’s D1 gegen die U12 des FC Erfurt Nord. Mit zwei straffen Geschossen schaffte sich Nord sehr früh einen Zwei-Tore-Vorsprung. Pech für Lok bei einem Alu-Treffer von Lennox Hoffmann und einem Kopfball von Joko Kaufhold vor der Pause. Nach einem schönen Spielzug erhöhte Nord gleich danach. Als nach einem Eckball von Fynn Buschmann Matthäus Große sehenswert direkt traf, wurde Lok nochmal mutig. Wieder Pech, als diesmal Henri Theater auch nur das Alu traf. Anton Ritter im Lok-Tor hielt noch einen Strafstoß, war aber in der Schlussminute machtlos beim 1:4 der Gäste.

In der Essener Straße waren Lok’s 2.Männer zum Kreisligaspiel beim FSV Harz 04 noch am Nachmittag. Halbzeit eins war geprägt von zahlreichen Schüssen aus der zweiten Reihe der Gastgeber. Die größte Chance bot sich Lok nach Eckball von Kanan Rahimov für Leon Schütze (38.), der aber den Ball nicht mehr voll traf mit dem ausgestreckten Fuß. Schnelle Spielzüge der Gastgeber nach Pause. Einer davon führte zum goldenen Tor des Tages (54.). Lok drängte  in der Schlussphase auf den Ausgleich. Hatte durch einen Kopfball von Klaus-Dieter Björn und einen Pfostenschuss in der Schlussminute von Kevin Groß die Möglichkeit dazu, aber die Aufholjagd kam zu spät.

Der Sonntag (6.9.) mit einem prall gefüllten Tag in der Wilhelm-Busch-Straße. Den Anfang machte jedoch die E3 mit ihrem Punktspiel in Walschleben. Es war nicht nur der achtfache Torschütze der Gastgebermannschaft, der Lok die Niederlage bescherte, es war schlicht und einfach keine gute Leistung. Das spielgelte dann auch bei Abpfiff eines 0:14 alles wieder.

In Kerspleben das nächste Kinderfestival für F-Junioren mit Beteiligung des ESV Lok.

Vier Heimspiele in Folge, teilweise parallel auf Kunstrasen oder Rasen zogen einiges an Zuschauern an. Begonnen mit der E2 in ihrem Spiel gegen den SV Empor Erfurt E2. Besser konnte das erste Punktspiel der Saison für die E2 nicht beginnen, als nach zwei Minuten Max Rohkrähmer sich durchsetzte und den Ball ins Netz bugsierte. Ausgeglichen die erste Halbzeit, glich Empor noch aus. Doch in Halbzeit zwei nutzte Empor immer mehr die Überlegenheit und gewann noch mit 6:1.

Bereits schon angepfiffen waren die A-Junioren gegen den ZFC Meuselwitz in Aktion. Der Kontrast schon beim Einlaufen: der Gast ganz in Rot und Lok in Weiß. Doch es wurde ein mehr als unterhaltsames Spiel. Zunächst mit je einer Großchance, dann schippt Amir Abbasi einen Ball über die Abwehr und Richard Spangenberg legt den Ball ins Tor. Nur drei Minuten später (22.). Schuss Amir Abbasi, Torwart lässt prallen und Sajad Hashemzadeh ist zur Stelle. Als nach einem verlängerten langen Einwurf Meuselwitz unverhofft zum Anschluss kommt, war Pause. Nach zwei Glanzparaden von Lok’s Torwart Moritz Degner, war Lok gewarnt. Doch sie legten selber nach. Ein langer Ball von Daniel Pfeil und Richard Spangenberg macht sein zweites Tor im Spiel (64.). Doch es sollte nicht reichen für den Sieg, als der ZFC noch zum 3:3-Ausgleich kam.

Bei Abpfiff schon der nächste Anpfiff. Nun die D2 gegen den TSV Kerspleben. Mit einer mehr als Überlegenheit, wobei der Gast sogar auch Chancen liegen ließ, wurde es ein am Ende 19:1 für die Lok. Zur Pause schon mit 9:0 vorne, waren es am Ende acht verschiedene Torschützen, die zu diesem Erfolg beitrugen. Hannes Hoyme mit vier und Friedrich Trommler, Norwin Schneider und Elias Keßler mit je drei Toren waren dabei am erfolgreichsten. Pius Schröder im Lok-Tor hatte per Strafstoß auch die Gelegenheit, setzte diesen aber an den Pfosten.

Zu guter Letzt waren die C-Kicker gefragt. Hier der Gegner aus Großrudestedt mit ihrer 2.Mannschaft. Die Anzahl der abgegebenen Schüsse und dass dadurch auch der Gäste-Torwart die meisten Ballkontakte in Hälfte eins hatte, blieb nur die Genauigkeit in Halbzeit zu verbessern. Doch auch da blieb das Vezier nicht genau eingestellt und die Gäste setzten immer Nadelstiche in die Abwehr. Einen davon veredelten sie acht Minuten vor Abpfiff. Wütende Angriffe halfen nicht mehr, auch wenn der Ball noch dreimal von der Torlinie gerettet wurde.

Den Sonntag beendete die 1.Männer mit ihrem Auftritt in Witterda. Nach einem guten Start, wurde der Verlauf in Halbzeit eins zu einem schlechteren. Angst Fehler zu machen, so auch bei beiden Gegentreffern. Mit Verdacht auf Abseits bei Treffer zwei, dazu zwei ausgebliebene Pfiffe bei Fouls im Strafraum, war es doch eine gute Mannschaftsleistung, aber eben ohne Erfolg. Ein 0:2 der besseren Art, arbeitet Lok weiter am Umbruch und hat noch viel Luft nach oben.

Text: Andreas Stuhr und Marcus Borris (1.Männer)

https://www.esv-lok-erfurt1927.de/galerie/viele-tore-in-den-spielen-der-lok/

Fotos: Andreas Stuhr (D3 - Gispersleben, Lok III - Schmira II, Hochstedt - D3, D1 - Nord, Harz - 2.Männer, E2 - Empor II, A - Meuselwitz, D2 - Kerspleben,  C - Großrudestedt II)